Self-Publishing im Buchhandel

Self-Publishing im Buchhandel – Wie es gelingt, das eigene Buch im Schaufenster zu sehen

Das eigene Buch liegt in der Buchhandlung um die Ecke oder gar bei einem großen Filialisten aus – damit geht nicht nur ein Traum in Erfüllung, auch die Verkaufschancen steigern sich enorm. Allerdings ist es mit vielen Self-Publishing-Dienstleistern nicht möglich, dieses Ziel zu erreichen. Wie bekommt dein Buch eine Chance, in die Sortimente der Buchhändler aufgenommen zu werden?

Wie kommen Bücher in den Buchhandel?

Ihr Sortiment erstellen die Buchhandlungen aus dem Angebot der Verlage. Viele haben ein breites Sortiment, manche sind auf Fachbücher oder Themen wie beispielsweise Kinderbücher spezialisiert. In der Regel stellen Buchhandlungen halbjährlich zum Frühjahr und Herbst ihr Titelsortiment neu zusammen. Basis bilden dabei die zwei Mal im Jahr erscheinenden Verlagsvorschauen und die Besuche der Verlagsvertreter, die Titelnovitäten vorstellen.

Wo bestellen die Buchhändler?

Den Großteil, etwa 77 Prozent, ihres Sortiments erwerben die Buchhändler direkt bei den Verlagen. Die übrigen 23 Prozent liefern die Barsortimente, also der Buchgroßhandel, an. Dabei handelt es sich um einzelne Bücher, die Buchhandlungen gezielt auf Wunsch und Bestellung von Kunden ordern. Auf diesem Wege gelangen auch Titel aus dem Self-Publishing in den Buchhandel.

Was verdient ein Buchhändler am Buchverkauf?

Buchhandlungen können die Preise ihres Angebots nicht selbst bestimmen, denn in Deutschland gilt die Buchpreisbindung. Als selbstständige Unternehmer kaufen sie Bücher auf eigene Rechnung bei Verlagen ein und verkaufen sie zu festgesetzten Ladenpreisen. Verlage gewähren einen Rabatt von üblicherweise 42 Prozent des Ladenpreises. Aus dieser Handelsspanne finanziert der Buchhändler seinen Betrieb, die Personalkosten und Miete. Große Filialisten oder Buchgemeinschafen und Buchclubs fordern zusätzlich Werbekostenzuschüsse in Form von Geldbeträgen oder Gratiswaren für Werbezwecke. Wird die geforderte Handelsspanne samt Werbekostenzuschuss nicht gewährt, hat der entsprechende Verlag keine Chance, ins Sortiment aufgenommen zu werden.

Wieso kommen Self-Publishing-Titel schwer in den Buchhandel?

Im Gegensatz zu den Titeln der Verlage werden Self-Publishing-Titel in den allermeisten Fällen nicht durch Verlagsvertreter im Buchhandel vorgestellt. Die meisten Self-Publishing-Dienstleister leisten sich keine Vertreter – das Hauptaugenmerk liegt eher darauf, die Buchveröffentlichung für Autoren preiswert anzubieten und ein attraktives Autorenhonorar pro verkauftem Exemplar zu bieten. Über das Self-Publishing im Buchhandel vertreten zu sein, erfordert die Wahl des richtigen Self-Publishing-Dienstleisters.

Self-Publishing im Buchhandel: Ohne Verlagsvertreter keine Titelbestellung

Wenn Buchhändler einen Self-Publishing-Titel in ihr Sortiment aufnehmen möchten, müssten sie gezielt in den Verzeichnissen des Großhandels danach suchen. Dafür fehlt nicht nur die Zeit, sondern auch ein guter Grund. Um beispielsweise ihr Krimisortiment zu bestücken, können Buchhändler auf zahlreiche belletristische Verlage mit unzähligen Krimis zurückgreifen. Zusätzlich nach Self-Publishing-Titeln zu suchen ist nicht notwendig. Buchhändler erfahren nicht von Neuerscheinungen – außer ein Vertreter stellt sie dort vor.

Self-Publishing im Buchhandel: Wichtiges Remissionsrecht

Die meisten Self-Publishing-Dienstleister gewähren den Buchhändlern kein Remissionsrecht, so wie die Verlage es tun. Das Remissionsrecht ermöglicht den Buchhändlern, unverkaufte Exemplare zurückzugeben. So entsteht kein Risiko, auf den Büchern sitzen zu bleiben. Auch die Rabatte, die sie von Verlagen erhalten, geben die meisten Self-Publishing-Anbieter nicht. Sie liegen bei den bedeutenden deutschsprachigen Dienstleistern bei nur 25 bis 30 Prozent. Das liegt daran, dass Self-Publishing-Anbieter ihren Autoren eine Aussicht auf ein hohes Honorar bieten wollen. Das nützt allerdings wenig, wenn das Buch nicht ins Sortiment einer Buchhandlung aufgenommen wird. Denn nach wie vor werden die meisten Bücher in Deutschland über den klassischen Sortimentsbuchhandel (und nicht über Onlineshops) verkauft.

Während ein Taschenbuch von 12,99 Euro bei einem Rabatt von 45 Prozent endgültig insgesamt 5,85 Euro abwirft, liegt der Verdienst für den Buchhandel bei 30 Prozent nur bei 3,64 Euro – wovon die Versandkosten noch abgezogen werden müssen. Dass ein Buchhändler sich also dafür entscheidet, unter diesen Konditionen einen Self-Publishing-Titel einzukaufen, ist relativ gering. Die Konditionen sind ausschlaggebend, um mit einen Titel aus dem Self-Publishing im Buchhandel vertreten zu sein.

Das volle Potenzial für Self-Publishing im Buchhandel ausschöpfen

Mit Rabatten zwischen 40 und 50 Prozent sowie einem Remissionsrecht auf alle Bücher bietet tredition attraktive Konditionen für Buchhändler. Damit steigt die Chance, dass Buchhandlungen die Self-Publishing-Titel in ihr Sortiment aufnehmen. Zwar verringert sich dadurch die Stückprovision, die Wahrscheinlichkeit, mehr Exemplare zu verkaufen, erhöht sich allerdings.

Marketing- und Vertriebsleistungen für Autoren und Buchhandel

Dass Buchhandlungen auf eine Neuerscheinung aufmerksam werden, sind gezielte Marketingmaßnahmen und Pressearbeit notwendig. Viele Self-Publishing-Dienstleister bieten solche Leistungen gar nicht oder unter Zusatzkosten an. Bei tredition gibt es zahlreiche Services, die bei der Veröffentlichung inbegriffen sind. Unter anderem erhalten Autoren eine digitale Pressemappe für ihre eigene Buchwerbung. Auf einer eigenen Autorenseite können Autoren zudem regelmäßig Werbung und Updates zu ihren Büchern einstellen.

Bei einer Veröffentlichung über tredition kannst du mit Self-Publishing im Buchhandel vertreten sein. Trotzdem solltest du selbst aktiv werden. Beispielsweise über Social Media oder eine eigene Website kannst du Leser gewinnen.

Beispielrechnung: Verkauf von einem Titel aus dem Self-Publishing im Buchhandel

Durch attraktive Konditionen können Self-Publishing-Titel im Buchhandel dieselben Chancen haben wie Verlagstitel. Dabei beziehen Buchhändler 77 Prozent ihres Sortiments direkt über die Verlage mit entsprechenden Rabatten. Bietet ein Self-Publishing-Dienstleister keinen oder nur wenig Rabatt und die Titel werden deshalb nur über die Barsortimente bestellt, schöpfen sie nur 23 Prozent des Potenzials aus. Würde ein Self-Publishing-Titel dank attraktiver Handelsspannen das volle Potenzial ausnutzen, könnte sich das Buch mehr als vier Mal so häufig verkaufen. Statt 100 Exemplaren könnten rechnerisch 435 Exemplare verkauft werden.

 

tredition

Anderer Self-Publishing-Dienstleister

Verkaufspreis

12,99 Euro

12,99 Euro

Autorenhonorar

1,94 Euro

2,66 Euro

Potenzial, im Buchhandel verkauft zu werden

100 %

23 %

Autorenhonorar unter Berücksichtigung der Verkaufschance im Buchhandel

1,94 Euro

0,61 Euro (2,66 * 0,23)

-> fast 70 % weniger als bei tredition

Anzahl verkaufter Exemplare unter Berücksichtigung der Verkaufschance im Buchhandel

435

100

Umsatz für den Autor

844 Euro

266 Euro

Fazit

Ein hohes Autorenhonorar, mit dem viele Self-Publishing-Dienstleister werben, bedeutet nicht automatisch einen hohen Verdienst. Wichtig ist, die entsprechenden Anbieter zu vergleichen und nicht nur auf eine hohe Stückprovision zu setzen. Neben einem ansprechenden Cover, gezielten Marketingmaßnahmen und einem guten Buch ist die Auffindbarkeit im Buchhandel ausschlaggebend für den Umsatz.

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