Metadaten

Metadaten – Ohne sie ist dein Buch nicht auffindbar

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Am leichtesten findet sich ein Buch, wenn der Leser den Titel, Autorennamen oder die ISBN kennt. Aber auch andere Begriffe und Informationen können hilfreich sein, um ein Buch zu finden. Und das sind die Metadaten.

Was sind Metadaten?

Ohne Metadaten ist dein Buch weder auffindbar noch wird es sich verkaufen. Neben Maße und Gewicht des Buches – was eher für Großhändler interessant ist – gehören auch die ISBN, der Titel oder das Genre zu den Metadaten. An ihnen liegt es, ob dein Buch in den Online-Shops sichtbar ist. Die Metadaten helfen Lesern bei der Suche und Buchhändlern beim Kategorisieren von Büchern. Sie füttern die Suchmaschinen mit Informationen, die ein Leser auf seiner Suche abrufen kann. Ob dein Buch gefunden wird und an welcher Stelle es platziert ist, hängt an den Metadaten.

Was bringen Metadaten bei Büchern?

Oft liegen die Gründe, warum sich ein Buch nicht verkauft, an den Metadaten. Viele Kunden gehen nicht direkt auf die Suche nach einem bestimmten Titel, sondern tippen Genre, Thema oder andere Suchbegriffe in die Online-Shops und scrollen sich durch die Ergebnisse. Um bei diesen Ergebnissen zu erscheinen, braucht dein Buch die entsprechenden Metadaten. Hast du ein veganes Backbuch geschrieben, sollte es direkt auftauchen, wenn ein Leser nach veganen Backbüchern sucht und nach Regionalkrimis wir oft mit der Region als Schlagwort gesucht.

Ein gutes Buch nützt nichts, wenn niemand weiß, dass es erschienen ist. Gerade wenn es falsch oder unklar kategorisiert ist, kann es sein, dass dein Werk in der Vielzahl an Titel untergeht. Ganz gleich, ob du einen Liebesroman oder einen Ernährungsratgeber geschrieben hast – die Leser müssen das Buch finden. Deshalb gilt es, das Werk entsprechend einzuordnen. Genau an dieser Stelle haken Metadaten ein. Aber nicht nur bestimmte Schlagworte oder das Thema sind entscheidend.

Um dich von Konkurrenzbüchern abzuheben müssen Cover, Titel und auch der Klappentext passen und die Neugier des Lesers wecken. Wer dein Buch in einem Onlineshop anruft, beurteilt innerhalb von Sekunden, ob ihn das Titelbild anspricht und er sich die weiteren Informationen durchliest. Ist es unscharf, kleinteilig oder unprofessionell, scrollt der Leser vielleicht einfach weiter. Auch eine vage und nichts-sagende Kurzbeschreibung kann ein Grund sein, wieso der Leser beim Stöbern in einem Online-Shop wegklickt.

Welche Metadaten hat ein Buch?

Nicht nur der Autorenname, der Buchtitel und die ISBN sind Faktoren, die jedes Buch haben sollte, um auffindbar zu sein. Auch die Kategorie beziehungsweise das Genre, in das es sich einordnen lässt, der Klappentext und die Ausstattung sind wichtige Informationen. Um bei der Online-Suche deiner potentiellen Leser aufzutauchen, solltest du auch die Schlagworte auf keinen Fall unterschätzen.

Schlagworte

Schlagworte oder Keywords sind mit die wichtigsten Metadaten, um dein Buch auffindbar zu machen. Meistens suchen potentielle Leser nicht nach konkreten Titeln, sondern Genres oder Themen. Bei Regionalkrimis geben sie beispielsweise die Region, in der der Krimi spielen soll, in die Suchleiste ein. Hinterlege mehrere Schlagworte, die zum Inhalt deines Buches passen. Suche dir dafür Begriffe aus, die mit dem Thema zu tun haben. Werde dabei so konkret wie möglich, ohne aber Wörter zu nutzen, nach denen niemand sucht. Geht es um Liebe, Schicksal oder Kampf? Ist es ein Gedichtband oder eine Biografie? Überlege dir, wie du nach einem Buch deiner Art suchen würdest. Welche Suchbegriffe würdest du verwenden?

Um herauszufinden, welche Keywords du für dein Buch verwenden möchtest, solltest du vorab Keyword-Recherche auf den Online-Shops betreiben. Um zu vermeiden, dass deine bisherigen Sucheingaben bevorzugt werden, solltest du dich aus deinen Accounts ausloggen und den Browser im Inkognito-Modus nutzen. Nun kannst du in den Suchleisten nach Begriffen suchen, als würdest du dein eigenes Buch suchen. Wie werden deine Suchbegriffe vervollständigt und damit von mehreren Nutzern gesucht? Und wie viele Bücher werden angezeigt? Je weniger Ergebnisse bei häufig gesuchten Begriffen auftauchen, umso besser, um dein Buch dort zu platzieren. Auch können Keyword-Planer hilfreich sein. Platziere diese Schlagworte auch gerne im Beschreibungstext und wenn es passt, kann ein Keyword auch in den Titel oder Untertitel.

Kategorie

Online-Shops und Buchhandlungen sortieren die Bücher nach Kategorien und Genres. Tippt ein Leser auf der Suche nach einem neuen Krimi den Begriff in die Suchleiste, erscheinen die Bücher, die unter dieser Kategorie einzuordnen sind. Genauso können Leser direkt in den Kategorie-Seiten stöbern und ihre Suche mit weiteren Stichwörtern präzisieren. Ist dein Buch nicht klar positioniert, kann es passieren, dass es falsch eingeordnet und von deiner Zielgruppe nicht gefunden wird. Am besten ist es, wenn dein Buch in ein Subgenre passt. Siedelst du deinen Titel nur in „Belletristik“ an, ist die Konkurrenz enorm. Schreibst du aber einen „Young Adult Liebesroman“, hast du deine Zielgruppe konkretisiert und damit Auffindbarkeit und Verkaufschancen erhöht. Finde eine Nische, in die dein Buch passt und in der es nicht zahllosen Konkurrenztiteln ausgesetzt ist.

Buchtitel

Scrollt ein potentieller Leser durch einen Online-Shop, sind die ersten Informationen, die er über dein Buch sieht, das Cover und der Titel. Der erste Eindruck ist entscheidend, wird der Leser neugierig oder klickt er lieber auf das nächste Buch? Schon der Buchtitel weckt Erwartungen an Inhalt und Genre. Darin solltest du die Handlung in wenigen Worten komprimieren und aus der Masse herausstechen – zugegeben, keine einfache Aufgabe. Und noch dazu gilt der Titelschutz. Informiere dich vor der Veröffentlichung unbedingt auf Amazon oder buchhandel.de, ob es deinen Wunschtitel auf dem Buchmarkt schon gibt. Wenn es passt, kannst du im Titel einen Suchbegriff integrieren, das funktioniert am besten bei Sach- und Fachbüchern.

Untertitel

Untertitel haben häufig eine beschreibende Funktion und helfen Lesern und Buchhändlern, das Buch einzuordnen. Spätestens hier wird das Genre klar. In Kriminalromanen findet sich hier gern der Zusatz „Regional-Krimi“ beziehungsweise die Region, in der die Geschichte spielt oder „Ein neuer Fall für den Protagonisten“. Diese Zusatzinfos können gleichzeitig als Schlagworte dienen.

Beschreibungstext

Ein aussagekräftiger Beschreibungstext ist nach Cover und Titel die nächste Hürde, die dein Buch überwinden muss, um im Warenkorb deines Lesers zu landen. Der Beschreibungstext ist mit eines der wichtigsten Aushängeschilder zu deinem Buch. Darin wird der Inhalt des Titels kurz zusammengefasst. Allerdings gilt gleichzeitig, nicht zu viel zu verraten, sondern neugierig auf mehr zu machen. Das gelingt dir nicht nur mit einer griffigen Zusammenfassung, sondern auch beispielsweise mit einem kleinen Auszug aus dem Buch oder positiven Pressestimmen.

Auch hier solltest du Schlagwörter einstreuen, die zu deinem Buch passen und in den Keywords auftauchen können. Entgegen deinen Beschreibungen und Nebenhandlungen im Roman gilt hier: Kurzfassen. Innerhalb 100 bis 200 Wörter solltest du die Haupthandlung umreißen, deinen Protagonisten vorstellen und dein Genre klarstellen. Ganz gleich, für welche Erzählperspektive du dich in deinem Buch entschieden hast, der Beschreibungstext sollte in der dritten Person Singular in der Gegenwartsform formuliert sein. Bleibe trotzdem beim Stil deines Buches, dass der Leser schon hier sehen kann, ob ihm dein Schreibstil gefällt und er weiterschmökern möchte.  

Autor

Mit auf dem Cover steht neben Buchtitel und Untertitel auch der Autorenname. Ob Klarname oder Pseudonym, auch er zählt zu den Metadaten deines Buches. Ein Pseudonym kann sinnvoll sein, wenn du deine Identität geheim halten möchtest oder nach einem Namen suchst, der zu deinem Genre passt. Aber pass auch hier auf, dass der Name nicht bereits von einem anderen Autor verwendet wird.

Leser wollen wissen, wer ihre Bücher schreibt und eine sympathische Vita kann Kaufentscheidung beeinflussen. Gib deinen Lesern zusätzliche Informationen über dich, die zu deinem Buch passen. Etwa eine Erzählung darüber, wie das Buch entstanden ist und welche Erfahrungen damit zusammenhängen. Schaffe in der Kürze einer Autorenvita Emotionen durch Storytelling.

Cover

Ein Buch kann noch so gut sein – wenn das Cover nicht begeistert, wird es kaum Leser finden. Das Cover deines Buches ist eines deiner wichtigsten Marketing-Instrumente. Egal ob deine potentiellen Leser durch die Buchhandlung schmökern oder durch Online-Shops scrollen. Das erste, das sie von deinem Buch sehen, ist die Außengestaltung. Das Cover entscheidet, ob ein Leser dein Buch genauer anschaut, den Klappentext liest oder sogar in die ersten Seiten blättert. Der Umschlag sollte zum Buchthema passen und Aufmerksamkeit erregen. Viele Self-Publishing-Dienstleister bieten Gestaltungshilfen wie beispielsweise einen Cover-Designer. Solche Tools können dir helfen, ein ansprechendes Cover zu gestalten.

Mehrteilige Bücher

Vergiss nicht klarzustellen, ob dein Buch Teil einer Reihe oder Serie ist und um welchen Teil es sich dabei handelt. Damit lassen sich die Werke einander zuordnen. Für eine Buchreihe gilt, dass die einzelnen Titel jeweils in sich abgeschlossen sind, die Bücher also nicht der Reihe nach gelesen werden müssen. Eine Serie dagegen baut aufeinander auf, besonders hier ist eine Nummerierung notwendig.

Ausstattung

Gebunden, kartoniert, broschiert – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein Buch zu einem Buch zu machen. Ob als edles Hardcover oder praktisches Taschenbuch, mit Klappen und Hervorhebungen oder ganz einfach gehalten. Bei der Gestaltung des Einbands gibt es viele unterschiedliche Arten. Auch das Format, die Bindung und das Papier gehören zu den Metadaten. Genauso ist die Seitenzahl eine wichtige Eigenschaft deines Buches, die stets mit angegeben wird.  

Produktsprache

Immer mehr Self-Publishing-Autoren veröffentlichen inzwischen Bücher in englischer, spanischer oder anderer Sprache, um Leser dieses Sprachraumes zu erreichen. In welcher Sprache dein Buch verfasst ist, zählt ebenfalls zu den Metadaten und kann Such- sowie Kaufkriterium sein.

ISBN

Mit einer Internationalen Standardbuchnummer (ISBN) lassen sich Bücher eindeutig identifizieren. Aus den 13 Ziffern können die jeweiligen Informationen aus einem Buch herausgelesen werden, etwa in welchem Land es verlegt wurde, durch welchen Verlag es erschienen ist und um welche Publikationsform, also Paperback, Hardcover oder E-Book, es sich handelt. Zwar ist bei einer Buchveröffentlichung die Verwendung einer ISBN keine rechtliche Pflicht, aber sie ist Voraussetzung dafür, dass dein Buch in den Datenbanken und Warenwirtschaftssystem des Buchhandels sichtbar ist. Prüfe deshalb vorab, ob dein Self-Publishing-Dienstleister eine ISBN zur Verfügung stellt.

Fazit

Von den Metadaten hängt es ab, ob dein Buch auffindbar ist. Deshalb solltest du sie nicht unterschätzen und bei der Veröffentlichung einpflegen. Es braucht mehr als ein gut geschriebenes Buch, um nicht in der Masse unterzugehen. Neben Cover, Titel und Klappentext sind besonders Schlagworte und die richtige Kategorisierung ausschlaggebend, ob deine potentiellen Leser auf ihrer Suche nach neuem Lesestoff auf dein Buch stoßen.

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