Impressum Buch

So erstellst du in 5 Minuten das Impressum für dein Buch

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Eins muss in Deutschland auf jeden Fall ins Buch: das Impressum. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Wegen anderer Gesetze, die sich nicht ums Impressum drehen. Denn jemand könnte der Meinung sein, du habest ihm geschadet. Ihn beleidigt. Seine Sätze gemopst. Dann sieht er ins Impressum deines Buches und weiß sofort, wer dafür verantwortlich ist. Das klingt erst mal bedrohlich. Aber das Gegenteil ist wahr: Ein richtiges Impressum im Buch schützt dich vor Ärger. Es lässt sich auch schnell hintippen. In diesem Text erfährst du, wie du das in fünf Minuten schaffst.

Was kommt ins Impressum des Buches?

Was muss nun also ins Impressum des Buches? Kommt darauf an. Wenn du über einen Dienstleister wie tredition veröffentlichst und dessen ISBN nutzt, nimmst du seine Angaben. Gibst du das Buch aber als Selfpublisher mit eigener ISBN heraus, schreibst du deine persönlichen Daten rein.

Dienstleister oder Verlage nehmen dir als Selfpublisher viel Arbeit ab. Die Landespressegesetze in Deutschland schreiben vor, was ins Impressum eines Buches gehört. Vorgeschrieben sind meist nur wenige Angaben: Name und Anschrift des Verlages sowie der Druckerei. Viele Autorinnen und Autoren bauen aber noch freiwillige Angaben ein. Das sind etwa Copyright-Vermerk mit dem Namen des Autors, Nummer der Auflage, ISBN. Dazu erfährst du weiter unten mehr. In Österreich und in der Schweiz gibt es ähnliche Gesetze.

Ein Beispiel für ein Impressum beim Selfpublishing mit Dienstleister

Der Sitz des Verlags entscheidet also. Der Verlag und Dienstleister tredition zum Beispiel hat seinen Sitz in Hamburg. Im Hamburgischen Pressegesetz vom 29. Januar 1965 heißt es kurz und knapp: „Auf jedem in der Freien und Hansestadt Hamburg erscheinenden Druckwerk müssen Name oder Firma und Anschrift des Druckers und des Verlegers […] genannt sein.“ That’s it.

Stell dir vor, du gibst ein Buch bei tredition mit einer ISBN dieses Dienstleisters heraus. Ein sehr einfaches Impressum eines Buches sieht dann so aus:

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

Regeln in anderen Bundesländern, in Österreich und der Schweiz

Ist dein Verlag in einem anderen Bundesland als Hamburg erschienen, gelten ähnliche Vorschriften. Mit der Adresse des Verlags und der Druckerei machst du schon mal nichts falsch. In Berlin und Österreich reicht aber der Ort. In der Schweiz ist gar kein Impressum in Büchern nötig. Ohne Impressum darfst du es aber in Deutschland nicht vertreiben. Hessen und Rheinland-Pfalz machen es dagegen kompliziert – jetzt kommt daher leider kurz Juristensprache: Sie verlangen sogar Namen und Anschrift der Vertretungsberechtigten des Verlags, wenn dieser handelsrechtlich eingetragen ist. In Thüringen muss man die Eigentumsverhältnisse des Verlags angeben.

Was kommt beim Selfpublishing ohne Verlag ins Impressum des Buches?

Wenn du dein Buch ganz auf eigene Faust als Self-Publishing herausgibst, hast du an vielen Stellen mehr Arbeit. Es spielt für das Impressum des Buches keine Rolle, ob du eine eigene ISBN nutzt oder auf eine ISBN ganz verzichtest. Auch für den Selbstverlag steht im Landespressegesetz, was du ins Impressum schreiben musst: höchstens die Anschrift von dir selbst und von der Druckerei. Es hängt davon ab, in welchem Bundesland du lebst. In Österreich und Berlin brauchst du nur die Stadt, in der Schweiz gar kein Impressum.

Ein schlichtes Impressum wäre also:

Verfasserin: Julia Schreibschön, Bert-Brecht-Straße 1, 12345 Buchingen

Druck: Gutenberg GmbH, Buchstabenstraße 1, 98765 Wortreich

Das war es. Mehr ist rechtlich gesehen nicht nötig, was das Pressegesetz betrifft.

Was kann man beim Impressum eines Buches falsch machen?

Wie du siehst, ist es keine Kunst, das Impressum des Buches zusammenzubauen. Die Landespressegesetze machen klare Angaben zu dem Wenigen, das ins Impressum muss. Aber ein Buch betrifft auch andere juristische Felder, etwa das Urheberrecht, vielleicht auch das Persönlichkeitsrecht. In den meisten Fällen gibt es keine Probleme mit dem Impressum. In besonderen Situationen ist es aber ratsam, das Impressum von einer Rechtsanwältin überprüfen zu lassen.

Verlasse dich auf deinen gesunden Menschenverstand. Wenn du eine Liebesgeschichte über eine Adelige aus dem 13. Jahrhundert schreibst, wird es wohl kaum Schwierigkeiten geben. Aber vielleicht willst du eine Enthüllungsstory über die Machenschaften einer großen deutschen Bank veröffentlichen. Dann lieber Vorsicht! In so einem Fall ist es ratsam, dich in jeder Hinsicht rechtlich abzusichern. Auch was das Impressum betrifft. Das muss übrigens ebenfalls in E-Books.

Jetzt muss ich gestehen, dass ich dich angeschwindelt habe. Denn fünf Minuten brauchst du sicher nicht, um das per Copy and Paste in dein Buch einzufügen. Die restlichen viereinhalb Minuten könntest du daher nutzen, um noch ein paar nicht notwendige Informationen reinzuschreiben. Nun kommt also die Kür.

Mögliche zusätzliche Bestandteile des Impressums

Es gibt viele Wege, das Impressum des Buches zu erweitern. Für dein Werk werden vermutlich aber nur wenige infrage kommen. Auch solltest du das Impressum nicht mit Angaben vollstopfen, die es unübersichtlich machen.

Sehr empfehlenswert sind die Auflage und das Jahr (z. B. „1. Auflage 2021“). Außerdem solltest du die ISBN angeben, mit der sich dein Buch identifizieren lässt. Du kannst auch Personen nennen, die dir beim Übersetzen, bei der Umschlaggestaltung oder auf sonstige Weise geholfen haben. Vielleicht musst du das sogar aus Gründen des Urheberrechts tun. Das hängt auch von den jeweiligen Verträgen ab, die du eventuell abgeschlossen hast. Das ist allerdings ein wichtiger Punkt, den du klären solltest. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du die entsprechenden Personen oder Firmen einfach im Impressum des Buches nennst. Schnell erledigt, große Auswirkung auf deine Sicherheit.

Gut ist auch ein Hinweis zur Vervielfältigung und Nutzung deines Buches selbst. Dafür findest du einfache Vorlagen im Internet. Es reicht aber fast auch ein einzelnes Zeichen: ©. Dahinter setzt du deinen Namen und/oder gegebenenfalls den des Verlags. Denn das Zeichen verweist auf das Urheberrechtsgesetz, wo alles geregelt ist. Möglicherweise ist auch ein Haftungsausschluss sinnvoll. Dazu wäre aber ein etwas längerer, juristisch einwandfreier Text nötig. Nur wenige Autorinnen bauen einen solchen ein. Gerade wenn du aber ein Ratgeberbuch schreibst, solltest du darüber nachdenken. So kann dich niemand verklagen, wenn die Diät nicht geklappt hast, die du ausgetüftelt hast. Oder wenn was noch Schlimmeres passiert.

Du könntest auch deine Website ins Impressum des Buches setzen. Oder eine besondere Schriftart oder ein spezielles Papier erwähnen. Die Reihenfolge all dieser Angaben ist frei, orientiere dich am besten an einem beliebigen anderen Buch.

Wohin gehört das Impressum im Buch?

Jetzt hast du dein Impressum geschrieben. Wie kommt das nun ins Buch? Meist steht das Impressum am Beginn des Buches, auf Seite 4. Das ist die Seite nach dem sogenannten Schmutztitel (die erste Papierseite, auf der fast nichts steht) und dem folgenden Titelblatt. In E-Books wird das Impressum oft ans Ende gesetzt.

Es wirkt seriös, wenn du mit dem Impressum des Buches keine Experimente machst. Setze es dahin, wo es üblich ist. Bei gedruckten Büchern also an den Beginn, unten auf Seite 4. Es ist ja gerade ein Zweck des Impressums, bei den Lesern Vertrauen zu schaffen.

Wie das Impressum ins Buch kam

Man könnte nach alledem auch sagen: Das Impressum eines Buches ist wie ein Absender auf einem Brief. Stell dir vor, du schreibst auf einen Briefumschlag nicht deinen Namen und deine Adresse. Dann kann der Empfänger nicht sicher sein, von wem der Brief überhaupt kommt. Blöd, vor allem bei Liebesbriefen. Die Post wüsste nicht, an wen sie ihn gegebenenfalls zurücksenden müsste.

Nun will dir zwar hoffentlich niemand dein Buch zurückschicken (außer um eine handschriftliche Widmung zu bekommen). Aber der eine oder andere Leser möchte durchaus wissen, mit wem er es überhaupt zu tun hat. Mit dem Impressum eines Buches lässt sich das Buch außerdem eindeutig zuordnen. Das alles hat auch mit den Gründen zu tun, aus denen das Impressum entstand.

So entstand das Impressum

Wenn du wieder mal in der Handschriftenabteilung deiner Staatsbibliothek stöberst, stößt du auf ein Problem. Dank deiner Sprachkenntnisse fällt es dir zwar leicht, den Inhalt der antiken Schriftrolle zu verstehen. Aber ist das, was dort zwischen deinen Fingern zerbröckelt, echt? Ist das wirklich zwei Jahrtausende alt? Hat es der tiefgründige Denker, den du gerade entdeckt hast, tatsächlich eigenhändig geschrieben?

Bevor wir dieser Frage nachgehen, lege den Papyrus lieber schnell mal zur Seite, denn die Bibliothekarin schaut dich schon recht sparsam an. Die Echtheit von Handschriften ist ein großes Problem der Literaturwissenschaften. Auch heute ist zum Beispiel teils nicht abschließend geklärt, welche Schriften und Textteile direkt auf Aristoteles zurückgehen.

Mit dem Aufkommen des Buchdrucks, wie ihn Gutenberg entwickelt hatte, erkannte man das allmählich als Problem. Die neue Technik wurde genutzt, um Ideen zu verbreiten. Schmähschriften zu teilen. Polemiken zu veröffentlichen. Da begannen manche Autoren stolz, nähere Angaben zu ihren Werken auf die Titelseite setzen zu lassen. Zunehmend bemühten sich aber auch Staaten, den Wildwuchs an Publikationen zu stoppen. Autoren sollten für ihre Schriften verantwortlich gemacht werden. Das Impressum kam ins Buch.

Was bedeutet Impressum?

Das Wort „Impressum“ geht zwar aufs Lateinische zurück, ist aber erst seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlich. Es bedeutet so viel wie ‚Druckvermerk‘. Als Impressum eines Buches wurden Angaben zu dessen Autor oder zum Verlag auf den Buchdeckel gedruckt. Da wusste der Interessent sofort: Hier veröffentlicht kein Niemand, kein Amateur. Hier schreibt jemand, der mit seinem Namen für den Inhalt einsteht. Weil es auf dem Buchdeckel sofort ins Auge fiel, war das Impressum des Buches auch eine Werbemaßnahme. Schließlich war es eine Zeit, in der Bücher noch selten in coolen Werbespots auf YouTube präsentiert wurden. Das, was da auf das Buch „aufgedruckt“ wurde, sollte das Werk also vermarkten.

So nutzt du das Impressum eines Buches fürs Marketing

Das Marketing solltest auch du beim Impressum im Blick haben. Außerdem die Menschen, die später etwas mit deinem Buch zu tun haben, ohne es zu lesen.

Das Impressum als Hilfsmittel für Vertrieb und Bibliotheken

Mit dem Impressum des Buches kommst du auch Büchereien entgegen. Es enthält alles, was die Bibliothekare benötigen, um deine Schrift in den Bestand aufzunehmen. Teils geschieht das auch schon maschinell. Buchhändler finden dein Buch mit dem Impressum schnell in Datenbanken. Wer in seinen eigenen Texten aus deinem Buch zitieren möchte, bekommt im Impressum ebenso alle dazu nötigen Informationen.

Das Impressum des Buches als Marketinginstrument

Seien wir ehrlich: Viele Leserinnen überblättern das Impressum hartherzig. Doch der eine oder andere bleibt kurz mit dem Blick hängen. Bei manchen verfestigt sich während des Überfliegens zumindest der Eindruck, dass es sich um ein seriöses Buch handelt. Sieht es nicht so aus wie eines von Thomas Mann oder Immanuel Kant?

Wie könntest du also Seriosität vermitteln? Wie die Wertigkeit deines Buches hervorheben? Gibt es besondere Merkmale, auf die du im Impressum des Buches noch einmal hinweisen könntest?

Pseudonym im Impressum

Ab dem 17. Jahrhundert war es eine übliche Praxis, Bücher unter einem falschen Namen – einem Pseudonym – zu verfassen. Herrscher ließen Autoren verfolgen, die sich allzu frei äußerten. Daher war das Impressum des Buches damals schon mehr oder weniger vorgeschrieben. Frankreich etwa war hinter fortschrittlichen Denkern und Schreibern besonders hinterher. Aber diese kannten einen Trick: Sie ließen im Ausland drucken, etwa in Amsterdam oder in Köln. Die Ware wurde dann nach Frankreich geschmuggelt und dort unterm Ladentisch verkauft. Im Impressum stand natürlich nicht der echte Name des Autors, sondern ein Pseudonym.

Pierre Marteau als Begründer

Oft war es ein gewisser Pierre Marteau, der das jeweilige Buch geschrieben haben sollte. Dieser Peter Hammer, wie er im Deutschen genannt wurde, war ein schreibfreudiger und fleißiger Autor. Er verfasste sexuell freizügige Schriften. Er wiegelte gegen die bestehende Ordnung auf. Er verhöhnte Kirche und König. Manche Leser suchten gerade solche Bücher. Der Name Pierre Marteau im Impressum eines Buches versprach ihnen eine besonders anregende Lektüre. Das Impressum war zu einem Marketinginstrument geworden.

Wie kannst du dir das Impressum des Buches zu Marketingzwecken zunutze machen? Du könntest dort, wie schon angesprochen, die Adresse deiner Website abdrucken lassen. Wenn du eine besondere Schrift gewählt hast, kannst du sie hier nennen. Falls du ein Lektorat in Anspruch genommen hast, gib hier ruhig den Lektor an. Die Message ist: Ja, dieses Buch ist lektoriert worden! Du hast als Autor Mühe und Kosten auf dich genommen, damit es möglichst gut wird. So kann das Impressum also auch ein Beleg für die Qualität deines Buches sein. Und gleichzeitig Schaden von dir fernhalten.

Fazit

Was im Impressum eines Buches stehen muss, geben die Landespressegesetze in Deutschland vor. Meist ist dies nur Name und Anschrift des herausgebenden Verlags oder Self-Publishing-Dienstleisters. Wir empfehlen dir, ISBN und Copyright-Vermerk mit deinem Namen ebenfalls hinzuzufügen. Sollte dir jemand bei der Umschlagerstellung, dem Lektorat o.ä. geholfen haben, ist es zu empfehlen und teilweise rechtlich sogar unverzichtbar, diese auch im Impressum zu erwähnen. Meistens steht das Impressum vorne im Buch, auf einer geraden Seite. Passt dies aus stilistischen Gründen nicht, kann das Impressum auch einmal ganz hinten im Buch stehen. Das Impressum bedeutet für dich nicht viel Arbeit, ist aber unabdingbar, damit Buchhändler und Bibliotheken es überhaupt finden und anbieten können.

 

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