Beste Schriftart

Welches ist die beste Schriftart für mein Buch?

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Spätestens wenn deine Geschichte fertig getippt ist und du dein Buch in eine lesbare Form bringen willst, stellt sich die Frage: Welche Schriftart soll ich verwenden? Wenn du dein Buch selbst publizierst, kommst du an dieser Überlegung nicht vorbei.

Welche Schriftarten eignen sich für den Buchblock?

Für welche Schrift du dich entscheidest, hängt besonders von zwei Dingen ab: Sie muss gut lesbar sein und sollte im Idealfall zu deinem Text passen. Wähle deshalb nicht die nächstbeste Standardschrift für dein Buch aus, sondern probiere dich durch. Welche Schrift erzielt welche Wirkung? Und reichen Zeilen- und Wortabstand und die Laufweite?

Nicht mehr als zwei Schriftarten

Nach einer Recherche von Walt Shiel auf ezinearticles.com werden für etwa 90 Prozent aller Bücher immer wieder dieselben Schriftarten verwendet. Das sind Palatino Linotype, Nach seiner Empfehlung sollte man auf keinen Fall Times New Roman verwenden. Diese Schriftart wird häufig von Zeitungen genutzt und der Leser assoziiert deshalb damit etwas anderes als einen fesselnden Roman. Garamond zählt als beliebteste Schrift für Bücher. Obwohl sich an den einzelnen Schriften deutliche Unterschiede in Größe, Laufweite und Breite erkennen lassen, haben sie doch eins gemeinsam: Es sind Serifenschriften.

Einige dich im Buchblock auf zwei Schriftarten, sonst wirkt es chaotisch und unprofessionell. Das heißt: Der Fließtext bleibt einheitlich in einer Schriftart und kann sich von den Überschriften unterscheiden. Beim Sachbuch kommen auch noch Bildunterschriften und Grafiken dazu, für die du eine eigene Schriftart wählen kannst, oder besser dieselbe Schrift wie im Fließtext mit anderer Größe oder Stil verwendest.

Stimmung erzeugen mit der Schriftart

Jede Schriftart hat ihren eigenen Charakter und kann dem Leser sogar eine Stimmung vermitteln. Zu romantischen Texten passt nicht dieselbe Schriftart wie zu spannungsgeladenen Thrillern. Im Sachbuch solltest du klare Schriften verwenden, in Kinderbüchern gerne etwas verspielter, auch weil darin weniger Text ist. Grundsätzlich gilt: Je mehr Fließtext, umso weniger kreativ sollte die gewählte Schrift sein, um gut lesbar zu bleiben. Je einfacher sich das Auge tut, umso mehr macht das Lesen Spaß. Entscheide dich nicht für eine Schriftart, nur weil sie auf dem Monitor gut aussieht, sondern schau dir unbedingt das gedruckte Ergebnis an.

Die Hauptaufgabe der Schriftart bleibt, dass der Text angenehm zu lesen ist. Wenn sie zusätzlich zur Stimmung deines Buches passt, umso besser. Wenn nicht, keine Sorge: Du kannst beim Buchtitel und den Kapitelüberschriften Schriftarten anwenden, die Emotionen auslösen. Die Schrift sollte nämlich nicht vom Inhalt ablenken, wie es etwa Papyrus oder Jokerman tun würden. Nutze solche verspielten und ausgefallenen Schriftarten lieber bei den Überschriften als im Fließtext.

Was sind Serifen-Schriftarten?

Serifenschriften eignen sich besonders für lange Texte. Sie haben am Anfang und Ende jedes Buchstabens kleine „Füße“, die eine imaginäre Linie erschaffen und somit das Lesen erleichtern. Im Textblock solltest du für eine gute Lesbarkeit auf Serifenschriften setzen, weil sie das Auge besser leiten. Auf dem Cover, beim Klappentext oder dem Buchrücken dagegen kannst du kreative Schriften ausprobieren.

Was sind serifenlose Schriftarten?

Auf Websites werden häufig serifenlose Schriften, oder auch Groteskschriften, genutzt. Sie wirken modern und minimalistisch und lassen sich gut auf Bildschirmen lesen. Bekannte serifenlose Schriften sind unter anderem Arial, Calibri und Verdana. Für den Buchblock einer Printausgabe eignen sie sich nicht, aber als Buchtitel auf dem Cover oder für die Kapitelüberschriften. Hier kannst du kreativ werden: Ob Schnörkel oder ausgefallene Schriftarten, hier ist alles erlaubt, was zu deinem Buch passt. Achte hier darauf, dass die Schriftart die Stimmung deines Buches widerspiegelt und direkt an den Leser vermittelt.

Welche Schriftgröße eignet sich für ein Buch?

Welche Schriftgröße zu deinem Buch passt, lässt sich nur schwer pauschal beantworten. Üblicherweise eignet sich eine Größe von 10 bis 11 Punkt, allerdings hängt das unter anderem von deiner Zielgruppe ab. Erstleser oder ältere Leser bevorzugen größere Schriften, bei Kinderbüchern geht es durchaus mal bis 28 Punkt. Was bei einem E-Book mit einer einfachen Einstellung funktioniert, muss beim gedruckten Buch sorgfältig überlegt sein.

Aber auch von der Schriftart hängt ab, welche Größe du auswählen solltest. Manche Schriften brauchen mehr Platz als andere. Selbst wenn sie alle in derselben Größe und mit demselben Zeilenabstand eingestellt sind, unterscheiden sie sich doch. Dein Roman hat mehrere hundert Seiten? Dann schadet es nicht, eine enger laufende Schriftart zu wählen. Oder du möchtest mit etwas weniger Inhalt noch ein paar Seiten herausholen? Dann such dir eine Schriftart aus, die weiter läuft. Hier gilt: Ausprobieren. Probiere an unterschiedlichen Schriftarten verschiedene Größen und Zeilenabstände aus und drucke sie aus, um sie in Originalgröße zu sehen und zu vergleichen. Hol dir Rückmeldung von ein paar Testlesern, die zu deiner Zielgruppe passen und frage sie, welche der gewählten Schriftarten am einfachsten zu lesen ist.

Was ist die Laufweite?

Die Laufweite bezeichnet den Zeichenabstand einer Schrift, also den Abstand zwischen den einzelnen Buchstaben. Sie hat einen direkten Einfluss auf die Lesbarkeit und ist auch abhängig von der Schriftart, für die du dich entscheidest. Achte darauf, dass aus „vv“ nicht im Lesefluss ein „w“ wird oder ein „cl“ nicht aussieht wie ein „d“. Du kannst unter den erweiterten Einstellungen des Menüpunkts Schriftart den Abstand auch manuell umstellen.

Was sind Initiale?

In vielen Büchern schmücken Initialen den Beginn eines neuen Kapitels. Ob verschnörkelt und künstlerisch gestaltet oder ganz minimalistisch. Die Initiale können freistehend neben dem Text oder in den Fließtext eingebettet sein.

Hervorhebungen im Text

Kursiv, fett, unterstrichen, durchgestrichen – mit solchen Hervorhebungen solltest du in deinem Roman sparen, weil sie den Lesefluss stören. Einzelne Wörter oder Elemente kannst du auf diese Weise hervorheben, aber setze sie im Fließtext sehr sparsam ein.

Wie lassen sich Schriftarten einbetten?

Ob du deine Schriftarten in den Text einbettest, hängt davon ab, ob es sich um ein E-Book oder eine Printausgabe handelt. Weil E-Book-Reader ihre voreingestellten Schriftarten nutzen und diese sich je nach Leserwünschen in Größe und Art verändern lassen sollen, gilt hier: Die Schriftarten sollten nicht eingebettet werden.

In Printausgaben kann es notwendig sein. Damit dein Buch richtig dargestellt wird, solltest du die Schriftarten einbetten. In Word kannst du unter dem Menüpunkt „Datei“ in den Optionen die nötigen Einstellungen vornehmen. Setze dafür im Reiter „Speichern“ das Häkchen bei „Schriftarten in Datei einbetten“, achte aber darauf, dass die beiden darunter angeordneten Kontrollkästchen „Nur im Dokument verwendete Zeichen einbetten“ und „Allgemeine Systemschriftarten nicht einbetten“ nicht aktiviert sind.

Ob es funktioniert hat, kannst du ganz einfach ausprobieren. Erstelle eine PDF aus deiner Word-Datei mit den eingebetteten Schriftarten und öffne sie. Schaue unter dem Menüpunkt „Datei“ in den Einstellungen im Reiter „Schriften“ nach, ob alle Schriftarten als eingebettet angezeigt werden.

Welche Schriftarten eignen sich für Cover?

Exotische und ausgefallene Schriftarten gehören nicht in dein Buch. Auch wenn sie vielleicht zur Stimmung passen, sind sie nur schwer zu lesen. Tobe dich damit lieber auf dem Buchcover aus.

Besonders auf dem Cover heißt es: Stimmung erzeugen. Das gelingt nicht nur mit Bildern und dem Farbschema, sondern vor allem auch mit den Schriftarten. Unterschiedliche Schriften wecken verschiedene Emotionen. Eine ausdrucksstarke Schrift passt auf einen Krimi, aber nicht auf einen romantisch locker-flockigen Liebesroman. Hier vermitteln vielleicht Schnörkel das richtige Gefühl. Ein Kochbuch ist anders gestaltet als ein Science-Fiction-Roman. Lass dich hier von anderen Büchern aus deinem Genre inspirieren. Trotzdem gilt auch bei dem Cover: Nicht übertreiben. Bleib bei zwei unterschiedlichen Schriftarten, damit es nicht zu unruhig und chaotisch wirkt.

Brauche ich Lizenzen für Schriftarten?

Nicht jede Schriftart kannst du einfach so kommerziell nutzen. Das gilt vor allem dann, wenn du dir eine aus dem Internet herunterlädst. Auch bei Schriften greift das Urheberrecht. Informiere dich deshalb genau, welche Nutzungsrechte du dir mit der Lizenz erworben hast und ob du die Schriftart für dein Buch nutzen darfst. Willst du bereits vorinstallierte Word-Schriften hernehmen, ist das laut Microsoft kein Problem, solange du eine normale Word-Version nutzt, also nicht bei Home, Student oder nicht-kommerziellen Versionen.  

Fazit

Welche Schriftart du für dein Buch verwendest, hängt von zwei Faktoren ab. Am wichtigsten ist, dass die Schrift gut lesbar ist. Auch sollte der Schriftcharakter zum Inhalt passen. Beschränke dich sowohl im Textblock als auch beim Cover auf zwei unterschiedliche Schriftarten, wobei du bei Überschriften gern verspielter und exotischer werden kannst und im Fließtext eher auf Serifenschriften setzen solltest. Schickst du dein Buch an einen Verlag, kümmert sich dort jemand darum, welche Schriften verwendet werden. Allerdings musst du dich dennoch mit dem Thema auseinandersetzen, denn es gibt bestimmte Vorgaben, wie du dein Manuskript formatieren solltest, bevor du es einschickst.

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